haben eigentlich nichts miteinander zu tun. Könnte man meinen. Nachdem der AUT am 25. Januar 2017 die naturnahe Umgestaltung des Hedwigsquellbachs zwischen dem Grillplatz Hedwigsquelle und der B3 beschlossen hat, wurde nun ein weiterer Bauabschnitt auf den Weg gebracht. Dieser soll den Hedwigsquellbach über den südlich der B3 liegenden Maletschewiesengraben entwässern.

Hinter dieser Maßnahme verbergen sich mehrere Vorteile. Durch den bisher als ökologisch „tot“ bezeichneten Teil der Entwässerung entlang der B3 war in der Vergangenheit jegliche Wandermöglichkeit für Wasserlebewesen unterbrochen. Diese haben nun zukünftig die Möglichkeit, sich im weiteren Verlauf des Hedwigsquellbachs südlich der B3 fortzubewegen. Ein weiterer Vorteil der Maßnahme sind die hohen Fördersätze von derzeit 70 bis 85%.

Sollte in einigen Jahren das sich derzeit in der Planung befindliche Hochwasserrückhaltebecken zur Wiederherstellung des 100-jährigen Hochwasserschutzes Alb umgesetzt werden, kann die weitere Entwässerung des Hedwigsquellbachs südlich der B3 als Ausgleichsmaßnahme verwendet oder alternativ dem Ökokonto gutgeschrieben werden.

Diese über den Tellerrand hinausreichende Sichtweise der Verwaltung erzielt zum einen eine monetäre Ersparnis für unsere Stadt. Zum anderen ergibt sich im Rahmen unseres neuen Ökokontos eine Gutschrift für zukünftige ökologische Verbindlichkeiten, beispielsweise bei der Schaffung von zusätzlichen Wohnbauflächen.

Heiko Becker, Stadtrat und Ortsvorsteher von Schluttenbach

Hedwigsquellbach und Hochwasserschutz