Wer bei der städtischen Feierstunde zum 80. Geburtstag von Dr. Erwin Vetter anwesend war, der konnte aus dem Bericht des ehemaligen Karlsruher Oberbürgermeisters Dr. Gerhard Seiler entnehmen, dass sich Karlsruhe und Ettlingen in der Vor-Vetter- Zeit durchaus nicht immer freundschaftlich gesonnen waren. Wer nicht da war, der kann in der Festschrift vom selben Autor lesen, dass seinerzeit der Ettlinger OB beispielsweise das Hochwasser vom Ettlinger Gelände kurzerhand in die Rüppurrer Wiesen pumpen ließ, was die Karlsruher wohl nicht besonders freundlich gestimmt hat. Mit OB Vetter kamen dann zum Glück bessere Beziehungen zur großen Nachbarin zustande.

Diese positiven Beziehungen auch auf der politischen Ebene aufrecht zu erhalten, ist schon seit mehreren Jahren das Anliegen der beiden CDU- Gemeinderatsfraktionen aus Karlsruhe und Ettlingen. Nach mehreren Treffen auf der Arbeitsgruppen-Ebene traf man sich vor kurzem mit allen Fraktionsmitgliedern zum Meinungsaustausch in Ettlingen. Und, siehe da, das Hochwasser der Alb ist auch heute immer noch oder schon wieder ein Thema, das offenkundig der Abstimmung beider Städte bedarf. Weitere Themen, die während des Treffens diskutiert wurden, waren z.B. die Ausgestaltung des interkommunalen Gewerbegebietes am Seehof oder die Stärkung der Bedeutung der Technologieregion.

Insgesamt sind solche nachbarschaftlichen Treffen eine wertvolle Möglichkeit, sich bei auftretenden Fragestellungen auf kurzem Wege zu verständigen und eine gemeinschaftliche Lösung zu finden.

Nachbarschaftliche Kontakte